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Wussten Sie schon …? – Wissenswertes zu Auktionen – Historisches

Auktionen sind – nach dem Warentausch – eine der ältesten Handelsarten der Welt und auch heutzutage noch eine spannende Beschäftigung mit Nervenkitzel für alle Kaufinteressierten.

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Auktioniert wurde schon im 5. Jahrhundert v. Chr., doch das Grundprinzip der klassischen Auktion ist bis heute unverändert geblieben: der Preis für eine zu ersteigernde Ware wird durch das Bieten immer höherer Beträge vermehrt. Dabei möchte der Bieter die Ware natürlich zu einem möglichst niedrigen Preis ersteigern, während der Anbieter die Ware zu einem höchstmöglichen Preis verkaufen möchte.

Rund um Auktionen wurden nun ein paar spannende Fakten und Kuriositäten zusammengetragen:

Die ersten uns bekannten Auktionen fanden in den Dörfern Mesopotamiens in Vorderasien statt. Versteigert wurden junge Frauen für die Heirat. Für schöne Frauen mussten die höchsten Preise gezahlt werden, während Teilnehmern für weniger schöne Frauen Geld geboten wurde. Für uns heute eine absolut inakzeptable Sitte. Wenigstens jedoch durften die Frauen damals ablehnen, wenn sie mit dem Bieter nicht einverstanden waren.

Im alten Rom waren Auktionen ein großes Thema, vor allem bei Kriegsbeute, nachdem diese in einem Triumphzug öffentlich zur Schau gestellt worden war. Kaiser Marc Aurel etwa füllte mit solchen Kriegsbeuteauktionen die Staatskasse für weitere Kriege. Kaiser Caligula setzte ebenfalls darauf, aber nicht nur, um weitere Kriege zu finanzieren, sondern auch, um mit den Einnahmen eigene Schulden zu begleichen und dem Volk Unterhaltung zu bieten.

Auch das gesamte römische Reich wurde bei einer Auktion im Jahr 193 n. Chr. versteigert, nachdem die kaiserliche Leibgarde den letzten Kaiser erschlagen hatte. Senator Marcus Didius Julianus kaufte den römischen Kaisertitel für ein riesiges Vermögen: Er erhielt den Zuschlag für 300 Millionen Sesterzen, damals ein riesiges Vermögen.

Marcus Didius Julianus ersteigerte vor rund 1800 Jahren nicht nur den römischen Kaisertitel, sondern gilt bis heute auch als Schutzpatron der Auktionatoren. Ob das eine gute Wahl war? Nur zwei Monate nach dem Kauf wurde der frisch gekrönte Kaiser von einem Konkurrenten ermordet.

Nach den Römern gab es in Europa Jahrhunderte lang kaum noch Versteigerungen. Erst mit der Hanse lebten auch Auktionen wieder auf. Der Kolonialhandel in den Niederlanden im 17. Jahrhundert löste dann sogar einen regelrechten Auktionsrausch aus. Nachdem zunächst Importwaren die Lust am Bieten geweckt hatten, wurde die Liste versteigerter Güterarten schnell immer länger: von Tulpenzwiebeln über Kriegsanleihen, von Schiffsbeteiligungen bis hin zu Kunst.

Auch der Künstler Rembrandt liebte den Nervenkitzel bei Auktionen und das Spekulieren. Seine Leidenschaft für Kunstauktionen und schwerwiegende Fehleinschätzungen trug jedoch auch zu seinem Bankrott bei. Daraufhin wurde Rembrandts eigener Hausstand versteigert, darunter antike Skulpturen, Musikinstrumente, Münzen, ausgestopfte Tiere, hunderte Kunstwerke berühmter Kollegen und eigene Werke. Da der Kunstmarkt jedoch gerade zu diesem Zeitpunkt zusammengebrochen war, erhielt er nur einen Bruchteil des erwarteten Erlöses.

Die ersten Internet-Auktionen fanden bereits 1979 in einem Computer-System von MicroNet (heute CompuServe) statt. Anfang der 1990er Jahre verbreiteten sich Auktionen dann in Newsgroups, den "schwarzen Brettern" des Internets. Mit den ersten Web-Browsern für Windows und Macintosh 1993, vor allem aber mit dem Start von eBay 1995 wurden Online-Auktionen schließlich zum Massenphänome

68.000 US-Dollar bezahlte 1993 ein Bieter auf einer Auktion von Sotheby's für ein unbrauchbar gewordenes Mondfahrzeug. Die Überführung war dann aber offensichtlich zu teuer: Noch heute steht der Wagen auf dem Erdtrabanten.

Im Juni 2014 wurde in New York eine wertvolle Briefmarke, die British Guiana One-cent Magenta, für ganze 9,5 Millionen Dollar an einen Unbekannten versteigert. Gemessen am Verhältnis von Preis zu Gewicht ist sie das teuerste Objekt der Welt.

Mit derart teuren Objekten oder anderen auktionshistorisch relevanten Umständen wie oben geschildert müssen Interessierte bei Buchbinder Sale nicht rechnen. Dafür gibt es dort jedoch jede Menge gebrauchte Kfz aller Art zu garantiert marktgerechten Preisen. Und Auktionshighlights, die für Profis auf dem Gebrauchtwagenmarkt vielleicht beeindruckender sind als die oben zusammengetragenen Fakten..

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